1. April 2019

LASER World of PHOTONICS 2019

Schwerpunkt Imaging und Sensorik: Rundum überwachte Industrieprozesse und tiefe Einblicke in die Natur

  • Weltleitmesse in München präsentiert ganze Vielfalt moderner Imaging- und Sensorlösungen
  • Komponenten, Module und Systeme für Industrie und Forschung
  • Über 100 internationale Aussteller und umfassendes Rahmenprogramm im Schwerpunktbereich Imaging und Sensorik


Imaging-Systeme und Sensoren bilden das Nervensystem des Internet-of-Things (IoT). Optische Messverfahren ermöglichen berührungslose 100-Prozent-Qualitätskontrollen in der Industrie. In der Forschung gewähren sie gestochen scharfe Einblicke in Nanokosmen und das Weltall. Hyperspektrale Analytik sorgt für schnelle Laborbefunde. Einzelphotonenzähler ebenen den Weg zur Quantenbildgebung. Im Schwerpunktbereich Imaging und Sensorik präsentiert die LASER World of PHOTONICS vom 24. bis 27. Juni 2019 in München moderne Bildgebung und Sensorik, die wichtigsten internationalen Akteure – und obendrein ein vertiefendes Kongress- und Rahmenprogramm.

Die Fähigkeiten des menschlichen Auges sind begrenzt. Nanostrukturen erfasst es ebenso wenig wie Meteoriteneinschläge auf dem Mond oder Einzelheiten in industriellen Hochgeschwindigkeitsprozessen. Ohnehin ist es auf ein sehr enges Lichtwellenspektrum beschränkt, in dem viele vorhandene Materialunterschiede verborgen bleiben.

Imaging- und Sensorsysteme bieten Auswege. So zeichneten sCMOS-Kameras aus dem Hause Andor/Oxford Instruments seit Februar 2017 viele Objekteinschläge auf der Mondoberfläche auf. Messgeräte von Filmetrics/KLA ermitteln Schichtdicken ab einem Nanometer.

Von Komponente bis System und von Start-up bis Traditionsunternehmen
Über 100 internationale Aussteller werden im Schwerpunktbereich Imaging und Sensorik der LASER World of PHOTONICS 2019 mit Lösungen dabei sein. Präsentiert wird die technologische Vielfalt sowohl von Traditionsunternehmen und etablierten Mittelständlern als auch von Start-ups. Darunter DEPHAN aus Moskau mit hochentwickelten Photo-Multipliern auf Siliziumbasis, das finnische Nokia-Spin-off Emberion Oy mit seinen Imaging- und Sensorlösungen auf Basis von Graphen und Nanomaterialien oder die Braunschweiger FiSens, die faseroptische Sensoren mit hoch-qualitativen Faser Bragg Gittern realisiert. Zu den jungen Anbietern zählen auch Single Quantum aus Delft, die Einzelphotonendetektoren mit supraleitenden Nanodrähten entwickelt oder XARION, die optische Mikrophone für die industriellen Prozesskontrolle und Maschinenüberwachung anbietet. Zu den Newcomern gehört zudem das auf Initiative von Physik-Nobelpreisträger Gérard Mourou realisierte neue Laserforschungszentrum ELI-Alps (Attosecond Light Pulse Source) in Szeged/Ungarn.

Imaging und Sensorik bilden das Nervensystem des Internet of Things
Imaging-Systeme und engmaschige Sensornetzwerke ebenen sowohl den Weg in eine lückenlos qualitätsüberwachte Industrie 4.0, als auch zu smarten Städten und autonomen Fahrzeugen. Jüngst haben der Imaging-Spezialist PCO AG und der Anlagenbauer EOS mit dem Anwender MTU rundum überwachte, additive Laserschmelzprozesse umgesetzt. Zur Suche nach Defekten im Inneren von Leichtbau-Komponenten sind Verfahren wie die optische Kohärenztomographie (OCT) und die Wärmefluss-Thermographie im Einsatz. Dabei weiten die Anbieter die Einsatzmöglichkeiten durch innovative Ansätze wie die Hyperspektrale Bildgebung und durch immer höhere Bandbreiten der Kamera-Systeme systematisch aus.

Ohne Sensorik keine Industrie 4.0 – wobei Hersteller immer mehr Intelligenz und Rechenleistung in die Sensoren selbst verlagern, um einer dezentralisierten Rundumüberwachung von Fertigungsprozessen, smarten Gebäuden oder teilautomatisierten, medizinischen Eingriffen den Weg zu ebnen.

Umfassendes Rahmenprogramm vertieft Imaging-Knowhow
Während die Aussteller den Schwerpunkt vom 24. bis 27. Juni 2019 auf Produkt- und Applikationstrends setzen werden, können sich die Messebesucher auch im Zuge diverser Application Panels in den Messehallen und auf dem begleitenden World of Photonics Congress 2019 umfassend über die aktuelle Forschung und zukunftsweisende Anwendungen im Bereich Imaging und Sensorik informieren.

Drei der sieben Teilkonferenzen des Congress haben Imaging zum Thema. Die OSA-Konferenz „Imaging and Applied Optics“ behandelt computergestützte optische Sensorik und Bildgebung, mathematische Grundlagen und den Einfluss von Umwelteinflüssen auf bildgebende Verfahren. Daneben widmet sich die „Digital Optical Technologies“ der SPIE Europe dem Trendthema Mixed-, Virtual- und Augmented Reality. Und die SPIE Konferenz „Optical Metrology“ wird sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Multimodaler Sensorik sowie mit automatisierter Inline-Inspektion und dem Imaging von Biomaterialien befassen.

Daneben gibt es eine Expertenrunde zu dem Thema Photonik 4.0 vom Verband SPECTARIS sowie Application Panels, welche das gesamte Spektrum moderner Bildgebung abdecken. So werden Prof. Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena und Dr. Jürgen Stuhler, Senior Director Quantum Technologies der TOPTICA Photonics AG der künftigen Rolle von Photonen als Quantenobjekte und Informationsträger in der Bildgebung und Kommunikation auf den Grund gehen. Und Experten der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin und der LMU-München geben Einblicke in die medizinische Praxis mit Virtual und Augmented Reality. Ein weiteres Panel unter Beteiligung von PCO und Omicron-Laserage widmet sich der wachsenden Vielfalt an Verfahren in der laserbasierten Lichtmikroskopie. Innovationen im Bereich der visuellen Optik, optischen Bildgebung und Diagnostik sowie der laserbasierten Therapien in der Medizin stehen ebenfalls auf dem Programm.

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