8. Mai 2018

Aufmerksamkeit managen

Spätestens seit dem Siegeszug des Smartphones ist Aufmerksamkeitsmanagement eine echte Herausforderung. Konzentration auf das Wesentliche braucht Übung.

Nie war das Wissen der Welt so leicht verfügbar wie mit dem Smartphone. Zugleich belegen Studien, dass das Smartphone die kognitive Leistungsfähigkeit senkt – auch, wenn es ausgeschaltet ist. In einer aktuellen Untersuchung ließen US-Verhaltensforscher über 500 Probanden standardisierte Tests zur Konzentration- und Aufmerksamkeitsmessung absolvieren. Mal lagen ihre Smartphones dabei auf dem Tisch, mal führten sie sie in der Tasche mit und mal blieben die Geräte außerhalb des Testraums. Obwohl die Smartphones aus waren, zeigte sich ein klares Ergebnis: Je näher das Smartphone, desto geringer das kognitive Leistungsvermögen.

Unfreiwillige Aufmerksamkeit

Interessanterweise gaben die Probanden fast durchweg an, während der Tests überhaupt nicht an ihr Smartphone gedacht zu haben. Das halten die Forscher für glaubwürdig, was die Sache nicht besser mache. Sie gehen von unfreiwilliger Aufmerksamkeit aus, wie sie Eltern beim Schreien eines Babys erfasst. Ein Teil der begrenzten Ressourcen Aufmerksamkeit und Konzentration sei bei Smartphone-Nutzern für die darauf laufende Kommunikation geblockt.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Verhaltensforscher, während der Arbeit und in der Freizeit für festgelegte Zeiten eine räumliche Trennung vom Smartphone. Das wäre auch deshalb sinnvoll, weil durchschnittliche Nutzer laut aktuellen Studien 80 bis 250 Mal täglich zu ihrem Gerät greifen, sich also alle fünf bis zehn Minuten von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken lassen.

Aufmerksamkeit managen

Das Smartphone ist im Alltag ein weiterer Ablenkungsfaktor. Um Ablenkungen zu widerstehen, raten Experten dazu, die eigene Aufmerksamkeit zu managen. Dazu gehört es, das eigene Tun zu planen – und sich dann im Arbeitsumfeld klar gegen Ablenkungen von diesen Plänen abzugrenzen. Ein Tipp: Mit Kollegen Ruhephasen oder einzelne Wochentage vereinbaren, an denen man einander nicht anspricht, sondern Anliegen nur per Mail formuliert. Ebenfalls wichtig: Aufgaben priorisieren und erst dann angehen, wenn es wirklich erforderlich ist.

 
 
 
  • LASER World of PHOTONICS